Seit ich über das Werk von Dr. Weston A. Price gestolpert bin, bin ich ein Verehrer traditioneller Herstellungsmethoden. Ich könnte stundenlang zuhören, wenn Onkel Fritz und Tante Rosemarie erzählen, wie man in vergangenen Zeiten Lebensmittel verarbeitet, aufbewahrt und zubereitet hat.

Bei einer einmaligen Gelegenheit, könnte ich mir sogar ein Original Kochbuch aus dem Jahr 1929 vom berühmten Dr. Bircher-Benner ergattern. Aber ich schweife ab.

Heutzutage wird immer weniger Rohmilch verarbeitet. Sicherheitsbedenken werden als Hauptgrund für die fast flächendeckende Pasteurisierung angegeben. Mir scheint aber die fürs Geschäft vorteilhafte lange Haltbarkeit als glaubwürdigere Erklärung.

Hier in den USA werden mit einigen wenigen Ausnahmen keine Rohmilchprodukte hergestellt. Zum Glück ist das in der Schweiz noch anders. Der Trend zeigt zwar in dieselbe Richtung, aber noch gibt es sie: die herrlichen Käse- und Butterdelikatessen zubereitet aus frischer Rohmilch.

Andreas “Hili” Hilkinger und ich wollten unbedingt dokumentarisch festhalten, wie diese traditionelle Käsereikunst aussieht. Und mit Hilfe eingehender Recherchearbeit von Mama von Gunten wurden wir im Justistal bei Sigriswil fündig: In der Alphütte Sigriswilerberg wird Käse von Beni Fankhauser noch von Hand über einer offenen Feuergrube gemäss uralter Tradition hergestellt.

Entstanden ist ein Kurzfilm, der beeindruckend die einmalige Atmosphäre rund um dieses Handwerk widerspiegelt.

Ich hoffe ihr habt beim Zusehen genausoviel Spass, wie wir beim Erstellen dieser Episode hatten. Und vergesst nicht die Beschützer solch althergebrachter Handwerkskunst zu unterstützen, zum Beispiel mit dem Genuss von Rohmilchprodukten.

Danke fürs Anschauen und Weitersagen.
René